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Die private Altersvorsorge / Riester-Rente
Als dritte Säule der Alterssicherung ist in den vergangenen
Jahren die private Altersvorsorge immer mehr in den Vordergrund
getreten. Inzwischen kommt wohl kaum jemand mehr daran vorbei, seine
Ansprüche aus der gesetzlichen Rente
und einer eventuellen betrieblichen Altersversorgung durch die individuelle
Vorsorge zu ergänzen.
Der Begriff "private
Altersvorsorge" ist weit gefasst. Im Grunde genommen fällt
alles das darunter, was der Einzelne für seinen ganz privaten
Vermögensaufbau tut. Wichtig ist dabei das Ziel: Die Einkünfte
im Alter zu verbessern. Die private Altersvorsorge sollte folgenden
Ansprüchen genügen:
So genannte biometrische Risiken müssen abgesichert werden.
Dazu gehören die Risiken Invalidität und vorzeitiger Tod
(Absicherung von Hinterbliebenen), aber auch die individuelle Lebenszeit,
die zum Beispiel Versicherungsgesellschaften als ein Risiko
einstufen. Der Hintergrund: Wer lange lebt, muss auch für einen
längeren Zeitraum vorsorgen. Er ist eher dem Risiko ausgesetzt,
dass seine Vorsorge nicht ausreicht.
Die Leistungen aus der Altersvorsorge
müssen dauerhaft und verlässlich sein.
Gleichzeitig sollte das Verhältnis zwischen den Aufwendungen
und den Leistungen der Altersvorsorge transparent und akzeptabel
sein.
Neu ist die Idee einer privaten Vorsorge bei weitem nicht. Um im
Alter gut zu leben und genügend Geld zur Verfügung zu
haben, war es von jeher sinnvoll, sich nicht nur auf Vater Staat
zu verlassen. Doch noch nie gab es so viele Möglichkeiten,
privat vorzusorgen. Und noch nie waren die Sinne wohl fast eines
jeden Einzelnen derart für diese Problematik geschärft.
Als Beleg dient das sehr oft zitierte Beispiel des gut verdienenden
Arbeitnehmers. Über viele Berufsjahre hinweg hat dieser Prototyp
einen hohen, vielleicht sogar den höchstmöglichen Beitrag
in die gesetzliche Rentenversicherung
eingezahlt. Reicht seine gesetzliche Rente im Alter aus? Bei weitem
nicht. Denn für die Rente ist der Durchschnitt aller Beitragszeiten
über das gesamte Berufsleben hinweg ausschlaggebend. Das Einkommen
vieler so genannter "Besserverdienender" steigt aber erst
im Laufe der Berufsjahre auf ein hohes Niveau. Wer jenseits der
50 auf dem Gipfel seiner finanziellen Verdienstmöglichkeiten
steht und sich schnell an das angenehme Lebensniveau gewöhnt,
erlebt als Rentner unter Umständen eine böse Überraschung
- wenn er nicht vorgesorgt hat. Da viele Besserverdienende dieses
Desaster zumindest erahnen und ihm entgehen wollen, wird gerade
von ihnen heute schon fleißig vorgesorgt: mit Aktien, festverzinslichen
Wertpapieren, Fonds oder mit Versicherungsprodukten wie Kapitallebensversicherungen
oder private Rentenversicherungen. Doch die private
Altersvorsorge geht jeden an. Um für den Ruhestand
ein kleines Vermögen aufzubauen, muss man nicht zu den Spitzenverdienern
zählen. Bekanntlich ist ein über lange Jahre betriebenes
Sparen auch dann von Erfolg gekrönt, wenn es sich bei dem zurückgelegten
Geld um relativ kleine Beträge handelt. Hier spielt der Faktor
Zeit eine Rolle.
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